FREIE PLÄTZE: 1 Platz ab August 2021
Petra Grabow-Wagner

Pädagogisches Konzept

Die Eingewöhnung als sanfter Start in den neuen Lebensabschnitt

Oft ist die Betreuung in einer Tagespflegestelle die erste Trennung, die Kind und Eltern voneinander erleben. Neue unbekannte Eindrücke prasseln auf das Kind ein. Egal wie jung oder alt das Kind ist, immer sollte der Übergang in die neue Umgebung behutsam gestaltet werden, denn unter einer missglückten Eingewöhnung können alle Beteiligten lange Zeit leiden. Oberstes Ziel ist es, dem Kind emotionale Sicherheit zu bieten und eine vertrauens-volle Beziehung aufzubauen. Jedes Kind verhält sich in ungewohnter Umgebung anders und verlässt unterschiedlich schnell den schützenden "Hafen" der Bezugsperson. Daher gewöhne ich die Kinder in Anlehnung an das BERLINER EINGEWÖHNUNGSMODELL ein. Hierbei steht das Kind im Mittelpunkt. Erst wenn das Kind von sich aus Kontakt zur neuen Bezugsperson aufnimmt bzw. zulässt und sich auf Spielangebote einlässt, ist an eine stufenweise Ablösung/Trennung von der begleitenden Bezugsperson zu denken.

In der Regel ist die Eingewöhnung nach zwei bis vier Wochen abgeschlossen.

Auch wenn das Kind gut eingewöhnt ist und Eltern wissen, dass sich ihr Kind wohl fühlt, bleibt oft ein banges Gefühl zurück. Geht es meinem Kind auch wirklich gut? Viele Fragen können Eltern durch den Kopf gehen und den langen Arbeitstag belasten. In der Regel informiere ich die Eltern in den ersten ein bis zwei Wochen mindestens einmal am Tag per Sms über das Befinden und die Aktivitäten ihres Kindes.

Wenn es mir zeitlich möglich ist und von den Eltern gewünscht wird,mache ich ein bis zwei Tage vor Betreuungsbeginn einen Hausbesuch bei der Familie. So erlebt mich das Kind zunächst in vertrauter Umgebung und nimmt erfahrungsgemäß schneller Kontakt zu mir auf.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Nicht immer fällt es Eltern leicht, die Betreuung, Fürsorge und Pflege ihres Kindes , wenn auch nur für einige Stunden am Tag, in die Hände eines Anderen zu geben. Je kleiner ein Kind ist, desto schwerer wird es mitunter. Ich nehme die Eltern mit ihren Sorgen, Bedenken und Nöten ernst und versuche, sie im Rahmen meiner Möglichkeiten zu beraten und in ihrer Erziehungskraft und -fähigkeit zu unterstützen und zu stärken.

Gemeinsam mit dem Elternhaus bemühe ich mich, das Kind in seiner individuellen Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Dazu ist es notwendig, dass sich Erziehungsstil, -ziele, -maßnahmen sowie Normen und Werte nicht grundsätzlich voneinander unterscheiden.

Mir ist es ein besonderes Anliegen einen Ort zu schaffen, an dem sich nicht nur die Kinder wohl fühlen. Auch die Eltern und andere Familienangehörige sollen sich willkommen fühlen.  Bei uns dürfen auch die Großen in fröhlicher, offener Runde erzählen, sich über ihre Erlebnisse und Gedanken austauschen und unterschiedliche Sichtweisen dirkutieren.

Durch Informationen, Aushänge, Fotos und gemeinsame Aktivitäten versuche ich meine Arbeitsweise und die pädagogischen Inhalte transparent und für die Eltern nachvollziehbar zu machen.